Menschen achten, stärken und qualifizieren

„Placida“ individuell

Das Placida-Viel-Berufskolleg ist aktives Mitglied im Netzwerk „Lernkultur Individuelle Förderung“ des Landes NRW und wurde im März 2017 als „Zukunftsschule NRW“ ausgezeichnet.

Schulleiterin Gaby Petry (r.) und ihre Stellvertreterin Kerstin Kocura sind zurecht stolz auf die Auszeichnungen für die Schule. Foto: SMMP/Hofbauer
Das „Placida“ wurde 2017 als „Zukunftsschule NRW“
ausgezeichnet. Foto: SMMP / Hofbauer

Was ist eine „Zukunftsschule“?

Eine Zukunftsschule nimmt jeden einzelnen Lernenden in den Blick, um ihm die Chance zu geben, die eigenen Potenziale und Stärken zu entwickeln.

Eine Zukunftsschule befähigt Schülerinnen und Schüler schrittweise, Experten des eigenen Lernprozesses zu werden.

Das Placida-viel-Berufskolleg macht dieses möglich durch …

  • den gegenseitigen Austausch
  • kooperative Lernformen
  • digitalisierte Lehr- und Lernformen
  • diagnostisch fundierte Rückmeldungen
  • Ermutigung, Beratung, bedarfsgerechte Unterstützung
  • Methoden des eigenständigen Lernens / Dalton
  • Selbstreflexion des Lernens
  • Mentoring

Welche Maßnahmen werden dazu umgesetzt?

1. Selbstgesteuertes Lernen (SegeLn) im Fachunterricht
Im Mittelpunkt des Unterrichts am Placida-Viel-Berufskolleg stehen aktive Formen des Lernens. Die dominierenden Phasen im Unterricht sind die, in denen die Schüler selber aktiv sind und selbstgesteuert Lernen praktizieren (Lernen nach dem Sandwich-Prinzip).

Darüber hinaus gestalten die Lehrkräfte den Unterricht transparent.

Konkret bedeutet dieses, dass die Lehrkräfte die Schülerinnen und Schüler vom ersten Schultag an mit auf den Weg nehmen durch die jeweils gewählte allgemeinbildende oder berufliche Ausbildung: Was lerne ich? Wie? Mit wem? Bis wann und warum?

2. Förderung der Schriftsprachkompetenz
„Gut lesen und richtig schreiben“ – das ist die wichtigste Grundlage für den schulischen und beruflichen Erfolg von Kindern und Jugendlichen. Im Netzwerk Zukunftsschule NRW hat das Placida-Viel-Berufskolleg hierzu zusammen mit dem Alice-Salomon-Berufskolleg in Bochum und dem Cuno-Berufskolleg in Hagen ein Förderkonzept zur Schriftsprachenkompetenz und zum sprachsensiblen Unterricht erarbeitet. Alle Schülerinnen und Schüler der neuen Eingangsklassen werden auf ihre Schriftsprachenkompetenz getestet. Hierzu wird die Lernplattform LILO (Löffler Institut|Lernen online) eingesetzt. Unterstützt von den Lehrkräften im Fach Deutsch erhalten alle Lernenden eine qualifizierte Rückmeldung mit Hinweisen auf Entwicklungspotenziale.

3. Lernberatung und Mentoring
Jede Fachlehrkraft bietet eine fest in ihrem Stundenplan verankerte Sprechstunde an, die Schülerinnen und Schüler sowie auch Eltern jederzeit nutzen können. Die jeweiligen Sprechzeiten sind auf der Homepage der Schule veröffentlicht. Die turnusmäßig eingerichteten Beratungstage der Schule helfen den Lernenden darüber hinaus, Rückmeldungen zum Lernfortschritt zu erhalten. Zusätzlich erhält jede Schülerin und jeder Schüler einen Mentor oder eine Mentorin. Im Mentoring begegnen sich Lehrkräfte und Lernende auf Augenhöhe und nehmen den Lernprozess des Lernenden gemeinsam in den Blick. Gerade in den Zeiten der Digitalisierung hat diese Form der Lernbegleitung eine besondere Bedeutung. Aus diesem Grund hat der Lernende auch keinen Unterricht bei seinem Mentor/seiner Mentorin.

4. Schulhund Zoé

Schulhündin Zoé

Gebe dem Menschen einen Hund und seine Seele wird gesund.
(Hildegard von Bingen)

An zwei Tagen in der Woche Zoé ist fester Bestandteil des Schulalltags am Placida-Viel-Berufskolleg. Im Team mit Schulleiterin Gaby Petry lernt die holländische Herderhündin aktuell das Schulleben kennen. Zurzeit befindet sich Zoé noch in der Ausbildung zum Schulhund bei ColeCanido in Schwerte lernt all das, was ein guter Hund beherrschen muss.