
Als eine von sechs Schulen in NRW hatte das Placida-Viel-Berufskolleg jetzt die Gelegenheit, die bekannte Journalistin Isabel Schayani (WDR) live per Zoom in den Unterricht zu holen.
Als Schulleiterin Gaby Petry das Angebot vom Deutschen Journalistenverband sah, war sie sofort begeistert. Und so bereitete Fachlehrerin Franziska Hennig im Rahmen des Gesellschaftslehre-Unterrichts die Aktion anlässlich des Tags der Pressefreiheit vor.
Die preisgekrönte WDR-Auslandskorrespondentin und Weltspiegel-Moderatorin wurde dann eine Stunde in den Klassenraum zugeschaltet. Sie wurde interviewt, die „Placida“-Schülerinnen und -Schüler konnten aber auch eigene Fragen per Chat beisteuern.
„Haben Sie sich je in Ihrer Pressefreiheit eingeschränkt gefühlt“ war die erste Frage aus Menden. Gerade in Ländern wie dem Iran sei es schwierig, kritische Fragen zu stellen. „Die Menschen legen sich oft eine Selbstzensur auf“, erklärte Isabel Schayani. „Was empfinden Sie an Orten wie dem Flüchtlingslager Moria in Griechenland?“ „Ich bin sehr dankbar, hinterher nach Hause zu dürfen.“
Ob Bachmut, Kiew oder Lampedusa – Isabel Schayani kann eindrucksvoll von den Krisenregionen der Welt berichten. Mit Helm, Schutzweste und Sicherheitspersonal ist sie oft unterwegs, verletzt wurde sie aber zum Glück noch nie. Professionelle Distanz? „Journalist sein ist eine Rolle. Aber gerade, wenn man Kinder sieht, die in Europa unter erbärmlichen Bedingungen in Lagern leben müssen, ist es schwer.“
Weitere Artikel:
- Hoffnungsvolle Abschiede 12. Mai 2018
- Ganz viel zu tun – immer 1. Juni 2022
- Am morgigen Freitag normaler Unterricht! 5. Dezember 2013
- Wir machen weiter ... 28. Januar 2021
- Noch besser ausgerüstet! 7. September 2018
- Teillockdown der Schulen im Märkischen Kreis 23. März 2021