Menschen achten, stärken und qualifizieren

Kampfsport zur Förderung der psychischen Gesundheit

Kampfsport stand bei der FHR 01 auf dem Programm. Foto: SMMP/Neuhaus
Kampfsport stand bei der FHR 01 auf dem Programm. Foto: SMMP/Neuhaus

Im Rahmen des Projektunterrichts am Placida Viel Berufskolleg lud eine Schülergruppe der Höheren Berufsfachschule zwei Profis in Sachen „Selbstbehauptung und Selbstverteidigung“ ein.

Mit Michele Colonna und Marcel Siemon, Trainer der Abteilung YAWARE Jiu Jitsu des Elseyer Turnvereins 1881 (Hohenlimburg) übte die Klasse FHR O1 praktisch, was die Projektgruppe zunächst theoretisch erarbeitet hatte: Selbstbehauptung und Selbstverteidigung als Möglichkeit zur Förderung der psychischen Gesundheit.

Als klassischen Einstieg in die Selbstbehauptung übten die Schülerinnen und Schüler die Verteidigung der Roten Zone. Mit vorgestreckten Handflächen und lauten verbalen Äußerungen wurde verdeutlicht: Bis hierher und nicht weiter!
Die nächste Übung galt dem Einsatz der Fäuste zur eigenen Verteidigung. Dies ist sehr unkompliziert und leicht zu erlernen. Einfache gerade Fauststöße wurden auf Schlagpolstern (Pratzen) geübt.
Auch der Einsatz der Füße kann sehr wirkungsvoll sein. Einfache, effektive Vorwärtstritte in Höhe des Knie- und Genitalbereichs wurden auf Schlagpolstern trainiert.
Die Abwehr gegen gefasste Körperangriffe mit Handgelenk – Befreiung und durch Würgeabwehr von vorne hört sich schwierig an, konnte aber mit Unterstützung der Trainer von jeder Schülerin und jedem Schüler problemlos ausprobiert und erlernt werden.

Eingestreute Kräfigungsübungen machten Spaß und zeigten: wer fit ist, kann schneller weglaufen oder sich notfalls besser wehren.
Gern beantworteten die Trainer auch die zahlreichen Fragen der Teilnehmer – die allerdings hofften, dass Erlernte nie anwenden zu müssen.