
Es ist einfach eine ganz besondere Veranstaltung: Die Jugendkreuztracht am Gründonnerstag ist nicht nur traditionell, sondern auch unglaublich zeitgemäß.
Eine Gruppe von Lehrerinnen und Schülern des „Placida“ hatten erneut die Texte und Lieder gestaltet und auf Band gesprochen, die an dem Abend in der ganzen Innenstadt durch die Lautsprecher schallten. Zudem durften sie die Fackeln tragen, die dem Kreuzträger den Weg leuchteten.

Und so liefen sie eine Stunde lang bei Vollmond an der Spitze von Tausenden Menschen, die dem letzten Abendmahl Jesu gedachten, hörten dabei ihre eigenen Texte, ihre eigenen Stimmen. Die Texte gedachten zunächst dem Leben Jesu, der nie studiert hatte, nei ein Amt bekleidete, dessen Freunde ihn verrieten – und durch den die Menschen frei wurden.
„Social Media“ war ganz zeitgemäß das Thema. Verweigerung der Teilnahme führt oft zu einem Außenseiterdasein. Auch Jesus war ein Außenseiter, ein Verachteter. Und trotzdem hat er seit Jahrtausenden ein weltweites Freundesnetz. „Das Leben dieses Zimmermanns hat Auswirkungen auf uns.“

„Es ist atemberaubend, wie viele Menschen durch den Glauben zusammengebracht werden“, war Leon Rostek tief beeindruckt. Zum ersten Mal nahm der „Placida“-Schüler an der Veranstaltung teil, hatte sich rege an den Vorbereitungen beteiligt. Jonas Frai, ebenfalls Neuling bei der Kreuztracht, erklärte: „Das Ganze zeigt eine Dynamik, es zeigt, dass die Menschen Gemeinsamkeiten haben.“
Nach einer Stunde strammen Fußmarsch durch Wald und Stadt strahlten die Schüler und auch die Lehrerinnen Dorothea Pietrzak und Chantal Köhler sowie Schulsozialarbeiterin Irina Rebbe, die mit den Schülern zusammen gearbeitet hatten.
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