Menschen achten, stärken und qualifizieren

Spende für die Opfer

„Waffeln gegen Spenden“ hieß es am „Placida“. Foto: SMMP / Hofbauer

372,04 Euro für die Opfer des Erdbebens in der Türkei und in Syrien – in nur zwei Tagen konnte die SV diese Summe einnehmen.

Die Bilder aus der Region hatten sehr betroffen gemacht und schnell hatte die Schülervertretung beschlossen aktiv etwas zu unternehmen. Und da die „Placida“-Schulgemeinschaft äußerst leckere Waffeln backen kann und diese auch extrem gern verspeist, war die Aktion schnell klar.

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Politiker am „Placida“

Paul Ziemiak (3. v.r.) und die anderen Gäste informierten sich übers „Placida“. Foto: SMMP

Preisträgerschule des Deutschen Schulpreises – gut und schön, aber was genau steckt dahinter? Dieser Frage gingen jetzt gleich drei Politiker nach und besuchten das Placida-Viel-Berufskolleg.

Paul Ziemiak (Mitglied des Bundestages und Generalsekretär der CDU in NRW), Matthias Eggers (Mendens Landtagsabgeordneter) und Peter Maywald (Vorsitzender des Schulausschusses der Stadt Menden) informierten sich über das innovative Unterrichtskonzept der Schule und machten den Praxischeck.

Hierzu stellte Raphael Ittner (Geschäftsführer des Schulträgers SMMP Walburgisschulen) zunächst das Rahmenkonzept einer staatlich anerkannten Ersatzschule vor. Im Anschluss erläuterten Schulleiterin Gaby Petry und ihre Stellvertreterin Kerstin Kocura den theoretischen Hintergrund von „Daltonconnects“ und wie das alles „so in echt“ funktioniert.

Die Sicht der Lernenden stand dabei nicht im Hintergrund: Schülersprecher Justus Kreutz und seine Stellvertreterin Charlotte Siwek sind mittlerweile echte Medienprofis. Sie zeigten, wie digitales Lernen funktioniert, und erläuterten, dass die SV die Schulentwicklung mitbestimmt. Die Gäste waren schließlich sichtlich beeindruckt.

Alle Infoabende heute am „Placida“

Aus organisatorischen Gründen findet der Infoabend für das Berufliche Gymnasium (Abitur) und für die Berufsfachschule (Fachabitur) heute Abend um 18 Uhr auch in den Räumen des Berufskollegs (Dechant-Röper-Straße 47) statt.

Die Verantwortlichen begrüßen dann Interessierte in Raum 120. Der Infoabend für die Erzieherausbildung und für die Kinderpflege startet zur selben Uhrzeit wie geplant in Raum 105.

Im Namen der Liebe

Rosa Rosen für die Liebsten – überbracht von der SV. Foto: SMMP / Rickert

Herzen, Schokolade und Blumen – auch am „Placida“ ist der Valentinstag am 14. Februar nicht wegzudenken. 

Die Schülervertretung macht sich die Bräuche, die nach dem Zweiten Weltkrieg mit alliierten Soldaten nach Deutschland kamen, seit Jahren zunutze. Sie verteilt im Namen von Schülerinnen, Schülern oder Studierenden herzerwärmende Karten und rosa Rosen an deren Herzallerliebsten – oder an die beste Freundin.  

Das Praktische: Der Erlös fließt in die SV-Kasse und damit direkt in die Arbeit der fleißigen und engagierten Lernenden.  

Spenden für die Erdbeben-Opfer

Der Schulträger des “Placida”, der Orden der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel (SMMP), hat 10 000 Euro für die Opfer des Erdbebens in Türkei und in Syrien überweisen. Nun sollen noch einmal 5000 Euro gesammelt werden. 

Dazu ruft der Orden über Facebook (Facebook) auf. Gesammelt wird über die Hilfsorganisation I.S.A.R. Deutschland, die selbst in der Krisenregion mit Rettungs- und Hilfsmaßnahmen aktiv ist.  

I.S.A.R. Deutschland ist ein Zusammenschluss von Rettungsspezialisten aus verschiedenen Feuerwehren und Hilfsorganisationen Deutschlands. Ihre Aufgabe ist es, speziell ausgebildete Teams einzusetzen, um bei Vermisstenfällen, Gebäudeeinstürzen, Explosionen, Erdbeben, Überschwemmungen und mehr im In- und Ausland schnell und professionell zu helfen. I.S.A.R. ist weltweit die erste Nichtregierungsorganisation, die nach internationalen Standards als „INSARAG-Medium-Team“ anerkannt und klassifiziert wurde.  

Facebook kümmert sich um die Spendenabwicklung, ohne dass Gebühren anfallen. Außerdem hat Facebook diese gemeinnützige Organisation geprüft und bestätigt, dass sie authentisch ist. 

„Unser Herz blutet!“

Azra Cöpür (links) und Schulseelsorgerin Anne Nau. Foto: SMMP

Unfassbare Bilder erreichen uns derzeit aus der Erdbebenregion um die Türkei und Syrien. Geschichten, die einen mitten ins Herz treffen. Das „Placida“ beteiligte sich deshalb am Freitag an einer von Schulministerin Dorothee Feller initiierten Schweigeminute.

Schulseelsorgerin Anne Nau fand zunächst einfühlsame Worte zur Lage in den Erdbebengebieten. Daran anschließend verlas Schülerin Azra Cöpür aus der Jahrgangsstufe 11 des Beruflichen Gymnasiums über die Lautsprecheranlage einen bewegenden, selbst verfassten Text zu der Naturkatastrophe und ihren Folgen. Der emotionale Text berührte viele Lernende und Lehrkräfte, man sah Tränen in ihren Augen.

Im Anschluss traf sich die drei Schulgemeinschaften der Walburgisrealschule, des Walburgisgymnasiums und des Placida-Viel-Berufskollegs gemeinsam auf dem Schulhof der Walburgisschulen und hörte bewegende Worte von den Schulseelsorgerinnen Anne Nau und Silvia Schmidt.

In der dortigen Cafeteria steht nun auch eine Spendenbox, die darauf wartet gefüllt zu werden, um den Opfern der Naturkatastrophe zu helfen.

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Lehrerinnen und Lehrer,

ich hätte nie gedacht, dass ich mich schämen werde, ein Dach überm Kopf zu haben.

Dass ich mich schämen werde warmes Essen auf dem Tisch zu haben.

Dass ich mich schämen werde, dass ich nicht friere.

Dass ich mich schämen werde in einem warmen Bett schlafen zu gehen.

Dass ich mich schämen werde versehentlich zu lachen, während andere unter Schutt und Asche liegen und um ihr Leben kämpfen.

Kinder die hoffnungslos dastehen ohne Eltern. Eltern die hoffnungslos dastehen ohne ihre Kinder. Gebäude, die einstürzten wie Domino Steine, alle hintereinander, und keiner kann was dagegen tun!

Menschen, die verzweifelt nach Hilfe rufen, während sie vor den Trümmern ihres Hauses stehen, denn unter dem ganzen Schutt und Asche liegen noch ihre Familienmitglieder, die es nicht rechtzeitig raus geschafft haben.

Kinder, die dennoch sterben, nachdem sie aus den Trümmern gerettet wurden, denn es ist nun die eisige Kälte, die sie trifft.

So viel Schmerz in so einer kurzen Zeit. Unser Herz blutet. Je mehr Videos ich sehe, blutet es noch mehr. Je mehr hilfloses Geschrei ich höre, blutet es noch mehr. Je mehr ich den Schmerz in den Stimmen der Menschen höre, je mehr ich die verzweifelten Blicke sehe, blutet es noch mehr.

Die Opferzahlen steigen von Stunde zu Stunde, von Tag zu Tag.

Viele Menschen verloren ihr Leben, ihre Existenz, ihre Hoffnung, ihre Arbeit, Freunde und ihre Familie.

Wir gedenken den Opfern und den Angehörigen des schrecklichen Erdbebens, welches sich in der Türkei, in Syrien und in anderen Regionen am vergangenen Montag ereignete.

Es gibt Tausende von Toten, mittlerweile wurden mehr als 20.000 Opfer hergegeben. Und wir vergessen natürlich nicht die vielen Menschen, die verletzt wurden.

Danke.

Azra Cöpür, AHR 11a