
Fröndenbergerin Charlotte Kampe absolviert einen internationalen Freiwilligendienst in Leme/Brasilien
Charlotte Kampe hat sich entschieden, ein Jahr lang als „Mitlebende auf Zeit (MaZ)“ einen internationalen Freiwilligendienst in Brasilien zu verbringen. Die Fröndenbergerin, die in diesem Sommer am Placida Viel-Berufskolleg ihr Fachabitur gemacht hat, absolviert ihren Einsatz in dem pädagogischen Zentrum Sagrada Familia und der Stadtrandarbeit der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel in der Stadt Leme 200 Kilometer nördlich von São Paulo. Am vergangenen Wochenende wurde sie nach dem abschließenden Vorbereitungsseminar im Bergkloster Bestwig von der Generaloberin der Ordensgemeinschaft, Schwester Maria Thoma Dikow, ausgesandt.

Insgesamt schlagen sechs junge Menschen als „Mitlebende auf Zeit“ ein neues Kapitel in ihrem Leben auf. Drei gehen nach Brasilien, zwei nach Bolivien und eine nach Rumänien. Die anderen fünf Freiwilligen stammen aus Meschede, Ahaus, Osnabrück und München.
Schwester Maria Thoma erklärte in der Aussendungsfeier: „Sie werden Menschen in andern Lebenssituationen kennenlernen: Junge Menschen, die in Armut aufwachsen, die aus zerrütteten Familien kommen, ältere Menschen, die pflegebedürftig und hilflos sind.“ Indem sie in diesen Ländern mitleben und mitarbeiten, leisteten die Freiwilligen gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur interkulturellen Verständigung.
Kennengelernt Charlotte Kampe das Angebot des internationalen Freiwilligendienstes MaZ an ihrer Schule. „Mich hat die Vorstellung fasziniert, für eine längere Zeit ganz in eine neue Kultur einzutauchen“, erklärt die 18-Jährige. Nach einem halben Jahr Vorbereitungszeit mit insgesamt 15 Seminartagen und dem Lerne der Sprache fühlt sie sich gut präpariert – „auch wenn ich weiß, dass ich meine Familie und meine Freunde sicher vermissen werde. Gleichzeitig unterstützen sie mich aber.“

Die Sagrada Familia, zu der ein Hort, ein Kindergarten, die Grundschule und das weiterführende Gymnasium gehören, besuchen täglich rund 550 Kinder und Jugendliche. Dort wird Charlotte zunächst mit den kleineren Kindern arbeiten: ihnen Unterstützung geben, etwas vorlesen oder bei der Körperhygiene helfen. Über die Kommunikation mit den Kindern wächst dann erfahrungsgemäß auch die Sprachkompetenz.
Birgit Bagaric, die die Freiwilligen als pädagogisch Verantwortliche auf ihren Einsatz vorbereitet, gab den sechs neuen MaZ bei der Aussendung mit auf den Weg: „Wir können Euch nicht jede Unsicherheit abnehmen. Aber wir können Euch zutrauen, dass Ihr Euren Weg findet.“ Das werde letztlich eine sehr wertvolle Erfahrung sein.
Den vollständigen Artikel zur Aussendungsfeier gibt es hier.
Info MaZ-Programm
Bewerbungen für das Einsatzjahr 2027/2028 nimmt das MaZ-Büro im Bergkloster Bestwig jetzt schon entgegen. Einsatzmöglichkeiten bieten die Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel in Bolivien, Brasilien, Mosambik und Rumänien. Das MaZ-Programm wird vom entwicklungspolitischen Freiwilligendienst „weltwärts“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit anerkannt und gefördert. Ausführliche Informationen gibt es auf der Internetseite mitleben-auf-zeit.smmp.de.

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